Handlung
Posted on August 20th, 2008 by Steines
Goldfarbs innere Zerrissenheit schlägt sich auf seine Handlung nieder, er wandert während des Monologs in seiner Wohnung auf und ab, unruhig, man sieht ihn nur ab und zu seine Brille einmal auf-, dann wieder absetzen. Er hadert mit seiner Einstellung zum Leben, zur Gesellschaft, in der er lebt, und deren Einstellung zu ihm und seiner Kultur. Einen interessanten Film, der die unheimlich große Belastung des Andersseins in Deutschland aufzeigt, hat Oliver Hirschbiegel in Szene gesetzt. Das Judentum in Deutschland wird ein sensibles Thema bleiben, von einem selbstverständlichen Neben- und Miteinander sind Menschen verschiedener Kulturen noch weit entfernt.
Solange die Diskussionen über die besonderen
Schutzbedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppen und
deren Kulturen anhalten und geführt werden müssen,
ist ihr Zusammenleben mit "arischen" Mitbürgern nicht der
Normalzustand, sondern immer wieder in Frage gestellt. Goldfarb
lässt den Einblick in sein verwundetes Herz zu und zeigt sich
doch als versöhnlich und kooperativ, er ist letztendlich im
Klassenzimmer zu sehen und beantwortet die Fragen der jungen
Generation.